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NUN-Partnerschaft

Die norddeutschen Länder nutzten die UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung 2005-2014, um die "Norddeutsche Partnerschaft zur Unterstützung der UN-Dekade BNE" - kurz "NUN" - zu gründen. In der Partnerschaft wirkten zunächst Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein mit, Bremen nahm als Gast teil. Sie vereinbarten, auf Grundlage des seit 2004 in Schleswig-Holstein praktizierten ganzheitlichen BNE-Zertifizierungsverfahrens, Qualitätsstandards für außerschulische BNE einzuführen und eine gemeinsame NUN-Dachmarke in Norddeutschland zu etablieren.

2010 war Schleswig-Holstein das erste Land, das nach dem gemeinsamen Qualitätsrahmen NUN-Zertifikate vergab. 2012 zog Mecklenburg-Vorpommern nach, 2014 folgte auch Hamburg.

2014 endete mit der UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung formal die ursprüngliche NUN-Kooperation. Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein haben jedoch mit einer gemeinsamen Vereinbarung beschlossen, die NUN-Zertifizierung fortzuführen und gemeinsam weiterzuentwickeln. Sie orientierte sich am Weltaktionsprogramm Bildung für Nachhaltige Entwicklung und den Folgedokumenten wie etwa dem Nationalen Aktionsplan.

Dafür wurde eine länderübergreifende Lenkungsgruppe (LüL) gebildet, die sich mindestens einmal pro Jahr trifft. Neben den federführenden Ressorts wirken dort auch Personen aus Nichtregierungsorganisationen mit. Gemeinsam werden in der NUN-LüL die Weiterentwicklung des Zertifizierungsverfahrens abgestimmt und Maßnahmen zur Öffentlichkeitsarbeit entwickelt.

Bundesweit arbeiten derzeit viele Bundesländer an der Einführung vergleichbarer Zertifizierungssysteme. Grund ist ein Bericht der Umweltministerkonferenz, der die Qualitätssysteme gegenüber stellt und ausdrücklich die Instrumente der NUN als geeignete Schlüsselfaktoren identifiziert.

Im September 2019  trat Sachsen-Anhalt der NUN-Partnerschaft bei.

Gegenwärtig wird mit Blick auf das Folgeprogramm Education for Sustainable Development: Towards achieving the SDGs“ – kurz „ESD for 2030“ eine neue Rahmenvereinbarung auf den Weg gebracht.