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NUN wächst aus den Kinderschuhen

Viele Jahre ist es her, dass sich norddeutsche Länder zur NUN-Partnerschaft zusammen schlossen. Heute, mehr als 100 Antragsverfahren später, nach Hunderten von BNE-Fortbildungen, Tausenden Tonnen eingesparter CO2-Emissionen und einer langen Reihe von Gremiensitzungen mit rauchenden Köpfen stellt sich die NUN intensiver der eigenen Entwicklung. Sie überarbeitet das Kernstück der NUN-Zertifizierung und -Qualitätsentwicklung: den Qualitätsrahmen.

In einem Workshop am 25.11.2019 mit 25 Teilnehmenden haben sich Aktive aus den NUN-Kommissionen damit beschäftigt, wie die Agenda 2030 in die NUN verbindlich eingeschrieben werden kann. Durch jahrelange Praxis entstandene Diversitäten in den beteiligten Bundesländern sollten zugunsten einer Vereinfachung für die Antragstellenden zusammengeführt werden.

Die knackigsten Grundfragen wurden als Diskussionspunkte herauskristallisiert. Beim Workshop wurden die Meinungsbildungsprozesse straff moderiert, notwendige Abwägungen diskutiert und nicht  zuletzt Richtungsentscheidungen vorbereitet.

Längst überfällig war die Überleitung der Zuordnung “außerschulisch” zur weiter reichenden “non-formalen Bildung”.

Um die verbreitete Wahrnehmung, dass es zwischen den drei NUN-Kategorien qualitative Unterschiede in der Bildungsarbeit gäbe entgegenzutreten, soll es in Zukunft anstelle von Kategorien ein gemeinsames Zertifikat geben. Spezielle Alleinstellungsmerkmale wie regional koordinierende Tätigkeiten, thematische Schwerpunktsetzungen von Netzwerken oder Fortbildungen für Multiplikator*innen oder auch die Entwicklung von der Zertifizierung und zur Re-Zertifizierung und den folgenden Jahren sollen sichtbar gemacht werden können.

Die Agenda 2030 als politisches Leitbild der Weltentwicklung gewinnt insbesondere in den Qualitätsbereichen 1 „Das Leitbild“, 2 „Die Menschen“ und 3 „Das Bildungsangebot“ an Bedeutung. Die Sustainable Development Goals und deren Leitfunktion werden in allen Qualitätsbereichen stärker zur Geltung kommen.

Die Geschäftsstellen der NUN-Länder halten die Fäden für den weiteren Prozess zusammen. Sie verknüpfen die Workshopergebnisse mit der Diskussion der NUN-Kommissionen in den Ländern, in der NUN-länderübergreifenden Lenkungsgruppe und redaktionellen Beiträgen aller Netzwerkenden.

Die NUN-Zertifizierten werden rechtzeitig über konkrete Änderungen informiert. Sie können sich darauf einstellen, dass Übergänge zum neuen Qualitätsrahmen fließend gestaltet werden.

Wir bedanken uns herzlich bei RENN.nord - Hamburg für die finanzielle Unterstützung dieser Veranstaltung.

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Vertreter*innen aller NUN-Länder-Kommissionen diskutierten gemeinsam die Weiterentwicklung des NUN-Qualitätsrahmens im Wälderhaus in Hamburg-Wilhelmsburg (Foto: S.O.F.)
Wie kann ein Slogan eines gemeinsamen Zertifikates für alle Zertifizierten lauten? Die Teilnehmenden diskutieren engagiert. (Foto: S.O.F.)